Diplomarbeit bei der Volkswagen AG: “Problemmanagement als Referenzmodell”
Donnerstag, 31. März 2005 | Autor: admin
In der Zeit vom September 2005 bis Mai 2006 habe ich bei der Volkswagen AG meine Diplomarbeit geschrieben. In der Abteilung GOE 4/3 waren wir zu dieser Zeit eine große Gruppe Diplomanden:

Gruppenfoto der VW-Diplomanden bei der Abteilung GOE 4/3 (es fehlen: Stefan und Roman)
Kurzfassung/Abstract
Die Volkswagen AG beabsichtigt mithilfe eines Referenzprozesses die Zusammenführung mehrerer Anwendungssysteme im Problemmanagement in einem einheitlichen Anwendungssystem. In diesem Kontext liefert die vorliegende Arbeit ein Vorgehen zur Konstruktion fachkonzeptioneller Referenzmodelle auf Basis der zu integrierenden Anwendungssysteme.
Der Lösungsansatz umfasst im Kern Datenfeld- und Prozessabgleiche, die die vorhandenen Integrationspotenziale nachweisen und quantifizieren. Die Abgleiche dienen als Methode, um dadurch ein komplettes Referenzmodell abzuleiten, welches ein semantischrepräsentatives Referenzdatenmodell und einen detaillierten Referenzprozess umfasst. Als weiteres Resultat können Kriterien aufgestellt werden, die die Entscheidung erlauben, ob ein konkretes Anwendungssystem integriert werden kann oder nicht. Letztlich ist eine Potenzialanalyse für die gesamte Integrationsaufgabe möglich.

Aufgabenstellung
An die Qualität eines Automobils werden höchste Anforderungen gestellt. Um die Kundenbedürfnisse zu erfüllen, ist es von entscheidender Bedeutung Probleme effizient zu beseitigen. Die Qualitätssicherung des Volkswagen-Konzerns überarbeitet deshalb im Moment die betroffenen Prozesse und IT-Strukturen. Im Zuge der Einrichtung eines konzernweiten Problem-Managements (KPM)als Referenzprozess für alle Fehlerabstellungsprozesse im Volkswagen-Konzern müssen die bestehenden Fehlerabstellungsprozesse betrachtet und konsolidiert werden. Ziel ist die Harmonisierung der Prozesse und IT-Strukturen.
Zunächst werden die bestehenden Prozesse im Bereich der Fehlerabstellung betrachtet und, sofern noch nicht ausreichend vorhanden, dokumentiert und aufgenommen. Hieraus resultiert eine Erfassung der Prozesse aus den unterschiedlichen Phasen der Produktentstehung, der Produktherstellung und der Produktbewährung. Der Referenzprozess KPM besteht konzeptuell aus acht Schritten, die von der Beschreibung eines Problems bis zur Überprüfung der Wirksamkeit einer Fehlerabstellungsmaßnahme, den kompletten Problemlösungsvorgang abdecken. Diese Schritte des Referenzprozesses werden detailliert erarbeitet und fixiert. Innerhalb einer Analyse erfolgt eine Aufstellung von Kriterien für die Relevanz von Prozessen für KPM. Anschließend werden die für KPM relevanten Prozesse identifiziert, mit dem Referenzprozess abgeglichen und die einzelnen Phasen des KPM in den relevanten Prozessen aufgezeigt.
Durch den Abgleich werden schließlich die Unterschiede zwischen vorhandenen, heterogenen IT-Systemstrukturen und den Prozessen herausgestellt. Es ist zum einen das Ziel vorhandene Potentiale der IT aufzuzeigen und zum anderen die Tauglichkeit des KPM als Referenzprozess zu untersuchen.
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